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Trachtenmode aus dem World Wide Web
Die Markgräfler Trachtenmode wird im Markgräflerland getragen, einer Region im äußersten Südwesten Deutschlands, im Bundesland Baden- Württemberg und dem Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland gelegen. Sie ist leicht an der sogenannten Hörnerkappe zu erkennen, die zur Tracht der Frauen gehört. Bei dieser handelt es sich um eine Kopfbedeckung, genauer gesagt eine Haube, die auf beiden Seiten mit einer Art Flügel versehen ist. Verbreitet war sie bis etwa 1930 in der Region zwischen Basel und Freiburg, also dem historischen Herrschaftsgebiet des jeweiligen Markgrafen von Hachberg- Sausenberg, das seither unter dem Namen Markgräfler Land bekannt ist.
Eine ähnliche Tracht war im Raum Emmendingen zu finden sowie an den überwiegend evangelischen Orten des Mittelgebirges Kaiserstuhl. Diese Tracht variierte die des Markgräflerlandes leicht und drang später auch in mehrere gemischt- konfessionelle Dörfer der Markgrafschaften Baden- Baden, Mahlberg und Lahr vor.
Die typische Hörnerkappe, die die Tracht der Markgräfler Frauen prägt, entstand in ihrer Urform wahrscheinlich um die Zeit von 1651. Quellen belegen, dass zuvor auch von den Frauen Hüte getragen wurden. Zunächst handelte es sich jedoch nur um eine Haube, die noch keine Flügel besaß. Diese kamen wohl erst im 18. Jahrhundert hinzu, wobei die Haube zuerst aber nur mit Schleifen bzw. Flügeln in sehr geringer Größe versehen wurden. In den folgenden Jahren wuchsen diese Flügel immer mehr und erhielten an ihren Enden eine Verzierung durch Fransen. Diese Kopfbedeckung scheint in der ersten Zeit vor allem bei den jüngeren Frauen beliebt gewesen zu sein. Etwa um das Jahr 1890 hatte die Kopfbedeckung dann ihre endgültige Form erhalten.
Die Männer im Markgräflerland trugen zunächst Kniebundhosen; diese wurden jedoch zu Zeiten der Französischen Revolution aus Solidarität mit den französischen Arbeitern und Kleinbürgern durch lange Hosen ersetzt. Die Anführer der Revolution trugen nämlich, im Gegensatz zum Adel, lange Hosen statt Kniebundhosen, weshalb sie auch als "Sansculottes" bezeichnet wurden.
Heute wird die Tradition der Markgräfler Tracht nur noch in einzelnen Trachtenvereinen gepflegt. Bis in die 1930er Jahre wurde diese jedoch noch regelmäßig von den Bewohnern der ländlichen Gebiete zu besonderen festlichen Anlässen sowie zu den Sonn- und Feiertagen angelegt.
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